Ausbildung ~ Alpenseminar

12. Alpenseminar 2007

Programm

Bilder vom Alpenseminar

Bericht vom 12. Alpenseminar 2007

Alpenseminar 2007

Trotz winterlichem Wetter und spiegelglatten Fahrbahnen begrüßte der Präsident des LTV Bayern mit seiner neuen Mannschaft die Teilnehmer des 12. Alpenseminars in Murnau. Im Kongresszentrum fanden sich am Freitag über 130 Teilnehmer ein, darunter auch viele Gäste aus anderen Landesverbänden. Rudolf Meindl begrüßte auch Organisator Jürgen Heuer und den neuen Landeslehrwart Ingo Körber, die mit ihm „auf den fahrenden Zug aufgesprungen“ sind um die Organisation des Alpenseminars weiter zu führen.

Für den vor kurzem verstorbene Rudi Hubert, der ein sehr verdientes Mitglied des Deutschen Tanzsportverbandes war und allgemein sehr hohes Ansehen genoss, wurde eine Gedenkminute eingelegt.

Mit dem Konzept „Alles unter einem Dach“ genießt das Alpenseminar seit Jahren hohes Ansehen; es können in Murnau die Lizenz für Übungsleiter, Wertungsrichter und Turnierleiter und - nun schon im 2. Jahr - auch für Wertungsrichter S erhalten werden. An dieser Stelle erging auch noch einmal der Dank an den Ehrenpräsidenten des LTVB, Herrn Horst Krämer, der sich im Vorfeld (noch als amtierender Präsident) um die Verpflichtung von Referenten bemüht und deren Erscheinen beim 12. Alpenseminar ermöglicht hat.

Neben den notwendigen Unterrichtseinheiten soll auch die Gemeinschaft gepflegt werden. Abschließend wünschte Rudolf Meindl allen sehr viel Spaß, wertvolle Impulse und angenehme Stunden.

Ingo Körber schloss sich diesen Worten an und kündigte unter anderem Bundestrainer Oliver Wessel-Therhorn (Freitag Standard) und DTV-Verbandstrainer Horst Beer (Samstag Latein) an.

Standard am Freitag

In der Standardsektion begannen Marc Scheithauer und Kerstin Stettner mit einem Workshop, zu dem alle Teilnehmer zum aktiven Mitmachen aufgerufen wurden.

Das Thema „Qualität des Tanzens“ stand im Vordergrund. Anhand von Wertungskriterien wurde das Thema erarbeitet. Schwerpunkte waren Takt, Musik, Rhythmus und Balancen. Dazu wurden jeweils Beispiele gezeigt und die Unterschiede deutlich gemacht.

Marc und Kerstin erwähnten dabei, dass es nicht darauf ankommt, was die Paare tanzen, sondern „wie“. Besonders sprachen sie dabei die Wertungsrichter und Trainer an.

Sie gaben den Paaren mit auf den Weg, viel Basic zu tanzen, um die Balance im Körper zu spüren, denn „schnell ist nicht gleich gut“. Auch die höherklassigen Paare sollten Basic in die Programme wieder einfließen lassen.

OWT mit Spannung erwartet

Mit leichter Verspätung wegen eines Staus auf der Autobahn kam Bundestrainer Oliver Wessel-Therhorn in Murnau an. In gewohnt kurzweiliger Manier begrüßte er die interessierten Teilnehmer mit einem „Servus“.

Thema seines Vortrags und den Demonstrationen waren „Standard – Principles“:

1. Wie steht man gerade? 2. Fuß- und Beinarbeit!

Hauptaugenmerk wurde auch hier auf die Qualität des Tanzens gelegt. Beginnend beim richtigen Aufstellen der Paare in der Balancelinie: Schlüsselbein – Leiste – großer Zeh, Arme leicht vor dem Körper und die anschließenden Bewegungen beim Tanz. Besonders wichtig: Der Arm des Herrn passt sich der Haltung der Dame an.

Im Vordergrund steht die Individualität, Musik zu Empfinden und auf natürliche Art darzustellen.

Die Übung des richtigen „Gehens“ zeigte sich als schwierig, sollte aber für jedes Paar ein Teil des Trainings sein, erschließt sich doch aus dieser Bewegung die natürliche Interpretation des Tanzens.

Nach der Pause referierte Oliver Wessel-Therhorn über die „Bewegung im Raum“. Im Wesentlichen wurde die „gewaltfreie Führung“ gezeigt und probiert. Ein weiteres Thema war das Heben und Senken im Paar. Durch die hohen Absätze der Dame hat sie eine andere Position im Fuß wie der Herr. Heben und Senken ist in den einzelnen Tänzen unterschiedlich. Im Langsamen Walzer ist das Senken der Beginn des Pendelschwungs; im Slowfox dient es der Fortführung der Bewegung. Ein weiteres Bewegungsthema sind Drehungen, zu denen ebenfalls einige Übungen durchgeführt wurden. Fazit der Übungen: Jede Rechtsbewegung beginnt vor der eigentlichen Figur. Sie ist eine natürliche Bewegung, die nicht künstlich erzeugt wird. Die Linksdrehung ist eine passive Drehung des Herrn. Er „erlaubt“ der Dame die Figur zu tanzen und folgt ihr nur.

Nebenbei sprach der Bundestrainer immer wieder die Positivmotivation durch den Trainer an. Jedes Paar verdient es, vom Trainer positiv motiviert zu werden. Der Trainer muss es schaffen, das Paar für das Turnier zu begeistern. Negative Gedanken, wie „das darfst du auf keinen Fall tun“ oder „ das klappt sowieso nicht“ müssen komplett ausgeschaltet werden. Nur so werden die erlernten Lektionen auch wirklich erfolgreich umgesetzt.

In der dritten Einheit wurde dann fundierte Technik behandelt. Die erste Frage war, wie führt der Herr außenseitliche Schritte? Die Antwort folgte auf dem Fuß: der Herr tanzt eine Seitenführung vor jedem außenseitlichen Schritt. Zum Thema Achsen wurde erklärt, dass sie sich aus zwei verschiedenen Drehbewegungen zusammensetzten. Dabei ist der rückwärtige Schritt die eigentliche Bewegung. Die Körper bleiben im Zentrum ganz eng beisammen. Neigungen, auch Sway genannt, bezeichnet die Schrägstellung des Beckens und hat deshalb im Oberkörperbereich nichts zu suchen. Eine weitere Frage: Was ist eine Promenade? Die Antwort ließ nicht auf sich warten: Primär ist es eine Position, in der sich beide gleichzeitig vorwärts bewegen. Es ist eine stationäre Bewegung, die mit Druck erhebt und den Rumpf zur rechten Hand dreht. Es wurde alles anschaulich erklärt – zumal dem Bundestrainer mit Marc Scheithauer und Kerstin Stettner ein super Demopaar zur Seite stand.

Zum Abschluss behandelte OWT eins seiner Lieblingsthemen, nämlich die Geschichte des Tanzsports und die Entstehung von einzelnen Figuren. Wer OWT kennt, der weiß, dass sich hier ein sehr kurzweiliger Abschluss seiner Vorträge gestaltete.

Zum Schluss tanzte er mit Kerstin Stettner einen Langsamen Walzer und nach Dauerapplaus noch einen Slowfox der Extraklasse. Die Standing Ovations, mit denen er verabschiedet wurde, waren mehr als gerechtfertig und man merkte es auch, dass hier alle zusammen einen tollen Nachmittag verlebt hatten.

Landeslehrwart Ingo Körber dankte Oliver Wessel-Therhorn für die ausgezeichnete Lecture und überreichte ein kleines Präsent verbunden mit den besten Wünschen.

Welcome Party

So ging ein erfolgreicher erster Seminartag fast übergangslos in die traditionelle Welcome Party über. Auch hier war die Teilnahme „im Sinne der Gemeinschaftspflege“ sehr groß, so groß, dass nach und nach Tische zugestellt werden mussten, um alle Teilnehmer unter zu bringen. Trotz umfangreichem Programm für den folgenden Samstag, konnte sich kaum jemand früh aus dem Kreis der Teilnehmer lösen.

Latein mit Lenz/Niederreiter

Ingo Körber begrüßte Carsten Lenz und Monika Niederreiter, die wiederum für die Lateinsektion gewonnen werden konnten.

Thema der Lecture war der Cha Cha Cha.

Hier wurde speziell auf die Bewegungsqualität und musikalische Qualität eingegangen. Maßgebliches Merkmal der Bewegungsqualität des Cha Cha Cha ist die Rotation in der Hüfte. Dazu müssen die Rippenbögen geschlossen sein, um eine flüssige Bewegung erzeugen zu können. Das Center of Levity (Leichtigkeitszentrum) und das Center of Gravity (Schwerpunktszentrum) müssen verbunden sein.

Die perfekte Bewegung: Wenig Bewegung in der Schulter, eine frei schwingende, rotierende Hüfte und wenig Bewegung der Wirbelsäule im Raum sind das erwünschte Ziel des Cha Cha Cha. Wichtig ist nach wie vor, die Seite richtig über dem Fuß zu haben. Der Klassiker Time Step wurde zur Übung herangezogen, um die richtige Schritttechnik, Beugung und Streckung in den Beinen und die frei schwingende Hüfte über dem Standbein zu demonstrieren.

Die musikalische Qualität zeigt sich in der Taktung und in der Betonung in der Musik. Die charakteristischen Instrumente sind Cowbell, Conga, Guiro und natürlich die Bongos. Die hohen Töne bezeichnen Fortbewegung auf der höheren Körperebene (Schulterblätter) und der Bewegung im Raum. Die tiefen Töne sind stationär und brauchen vor allem die tiefere Körperebene (Becken).

Zum Abschluss wurde noch eine kleine Choreographie gezeigt und aktiv von den Teilnehmern getanzt.

Parallel zum Lateinauftakt begannen am Samstagvormittag auch die überfachlichen Unterrichtseinheiten. Ein häufig vernachlässigter Bereich, nämlich alles rund um die medizinische Versorgung von tanzsporttypischen Verletzungen, wurde Samstag und Sonntag von den Maltesern aus Rosenheim, Claudia Michler und Leonie William, unterrichtet. Nicht nur „trockene“ Wissensvermittlung war angesagt, sondern auch Fallbeispiele inmitten der Besucher wurden unangekündigt durchgeführt. Die beiden haben es dadurch verstanden, das Interesse auf Dinge zu lenken, die gerne ignoriert werden.

Zwar nicht ignoriert, aber von vielen gar nicht so richtig wahrgenommen, ist die Kinderbetreuung, die in diesem Jahr auch wieder hervorragend durchgeführt und vor allem auch angenommen wurde.

Ein weiterer namhafter Referent konnte für den überfachlichen Bereich gewonnen werden. Zwei Lectures zu ganz unterschiedlichen Themen hielt Dr. Hans-Jürgen Burger, der als Sportwissenschaftler, mehrfacher Weltmeister Senioren Standard und IDSF-Wertungsrichter ein breites Know-how mitbrachte.

In „Tanzen als Gesundheitssport“ stellte er Trainern und Übungsleitern den vom DOSB neu konzipierten Ausbildungsgang ’Sport in der Prävention’ vor, der vom Fachverband mit tanzsportlichem Inhalt gefüllt wird. Dass Tanzen aus gesundheitlicher Sicht eigentlich die ideale Sportart ist, belegte der Referent mit vielen Beispielen. Es fördert in einem umfassenden Sinn die physische, psychische und die soziale Gesundheit.

In „Aspekte des Wertens“ zeigte Dr. Hans-Jürgen Burger auf, wie sich Qualität beim Werten herstellen lässt. Dazu gehört außer dem Handwerkszeug der Wertungskriterien auch die Kenntnis der wahrnehmungsphysiologischen und –psychologischen Rahmenbedingungen. Und dazu gehört auch die eigene Fitness der Wertungsrichter. Wie sie während des Turniers aufrechterhalten werden kann, dazu gab es für die Teilnehmer der Lecture eine Menge Tipps und Übungsbeispiele.

Auch die Turnierleiter erhielten Ihre Unterrichtseinheiten zur Lizenzerhaltung; jeweils sieben UEs am Samstag und am Sonntag mit den jeweils gleichen Inhalten, nämlich Regel- und Fehlerkunde und Besonderheiten aus dem Jugendbereich – vorgetragen von Dr. Peter Otto und Michael Braun – und der mittlerweile aus dem Programm nicht mehr wegzudenkenden Rhetorik. Mit über 100 Teilnehmern auf die beiden Tage verteilt, wurde die Bedeutung dieser Unterrichtseinheiten dick unterstrichen. Wie schon im letzten Jahr zeigt die regelmäßige Unterrichtung dieser Themen den Erfolg. Verstöße, die vor dem Sportgericht verhandelt werden müssen, gab es laut Herrn Funda, dem Beauftragen des Turnierkontrollwesens, im Bayerischen Landesverband nicht.

Für den Rhetorikpart konnte erneut Irene Link gewonnen werden und auch in diesem Jahr war der Zuspruch mehr als positiv. Irene Link wertet mit ihrer erfrischenden Art das „Redenlernen“ auf; kaum ein Teilnehmer kann und will sich hier den praktischen Übungen entziehen. Der Qualität der Moderationen im Bereich der Turnierleitung wird hier eine tolle Basis gegeben.

Der fachliche Höhepunkt des Samstags folgte aber nun am Nachmittag. Ingo Körber begrüßte den zweiten Referenten der Latein-Lecture, DTV-Verbandstrainer Horst Beer.

Mit Unterstützung unserer besten bayerischen S-Latein-Paare Massimo Sinato/Tanja Kuschill, Marius Iepure/Christina Kessler und Markus Heffner/Marina Scharin referierte er über das Thema ‚Der Look’ im Lateintanzen. Mit Schwerpunkt über dem Mittelfuß, Beckenboden und Wirbelsäule angehoben, Hals lang und Schultern runter, demonstrierte er sehr anschaulich und mit einer praktischen Übungseinheit für die Anwesenden, die korrekte Aufstellung eines Tänzers. Weiter ging es zum Rumba-Grundschritt mit den Phasen Körperschwerpunkt bewegt sich, Fuß überholt, Gewicht zwischen den beiden Standbeinen und langsam Gewicht auf das Standbein übernehmen. Dabei zeigte er anschaulich an der eigenen Person, wie falsches Swibblen oder eingedrehte Füße den richtigen Bewegungsablauf verhindern. Die Hüfte pendelt dabei aus der neutralen Position, während das Gewicht zwischen den Beinen verteilt ist, mit der Verlagerung auf das Standbein nach vorne durch, gleichzeitig verkürzt die jeweilig führende Seite, um eine Hoch-Tiefbewegung zu vermeiden. Mit der Seite arbeitet auch der Brustkorb im Raum mit und schafft die Verbindung zwischen Brustkorb, Hüfte, Bein und Fußspitzen.

In der zweiten Einheit konzentrierte sich Horst Beer auf das Thema Samba-Qualität. Er verdeutlichte an Hand der Grundfigur Wischer die Bounce-Bewegung: Knieaktion gleichmäßig auf den Schlag nach unten auf den halben Schlägen nach oben in Verbindung mit dem Fußrhythmus auf 145. Dazu verdeutlichte er die verschiedenen Zählweisen - 1und2und, 1234 und 12345678 – viertel, achtel und sechszehntel. Die praktische Übung für die Anwesenden war dementsprechend rhythmisch anspruchsvoll, aber interessant. Die Körperbewegung, die die Demonstrationspaare vorführten, verbindet die akzentuierten Schritte zu einem harmonischen Ganzen. Das Becken, dass wie ein Pendel auf 1234 zur anderen Seite durchpendelt, erzeugt dann automatisch die Streckung des Beins auf 34, während die Körpermittenbewegung durch Seitenverkürzung ausgeglichen wird und dadurch auch wieder eine zu starke Hoch-Tiefbewegung im Oberkörper verhindert. Eine kleine Beckenkippung, ohne Einfluss auf den Oberkörper wie runden Rücken, rundet die Gesamtbewegung ab. Interessant war auch die Demonstration verschiedener Rhythmen in Wischer und in modernen Schrittkombination, vorgeführt von unseren Spitzenpaaren, die ebenso wie in der ersten Einheit in Rumba, ihre Sambachoreographien langsam und auf Turniermusik vorführten.

Die dritte Einheit wurde vom Referenten zweigeteilt. Zuerst legte er Wert auf die Qualität der Verbindung, die unmittelbar zur Variabilität der Tänzer zur vorgegebenen Musik beiträgt. Wieder konnten die Anwesenden praktisch ausprobieren, wie unterschiedlich die Auswirkungen sind, je nachdem ob eine leichte, feste oder starre Verbindung über die Führungshand vermittelt wird, und wie wichtig wiederum der korrekte Stand dabei ist. Dabei ist ebenfalls besonders wichtig, dass zwar der Herr die Bewegung einleitet, die Dame dann jedoch die Zeit bekommt, ihre Bewegung fertig zu tanzen, bevor die nächste Bewegung eingeleitet wird.

Den Abschluss des Tages bildete der Jive, ein eher selten referierter Tanz. Dabei legte Horst Beer besonders Wert auf den typischen Jive-Grundschritt mit dem Körpergewicht weit vorne, beim Rückplatz Fuß hinten möglichst flach, im Wechselschritt mit Rhythmik 3/16 1/16 3/4 und Streckung des Standbeins erst nach dem Ankommen auf ‚und’. Im Gegensatz dazu ist im Rock’n’Roll das Gewicht höher, das Körpergewicht etwas zurück – wie z.B. bei kicks. Im momentan sehr modernen Swing ist das Körpergewicht sehr weit hinten und der Rhythmus ist quick quick slow, wie etwa bei chicken walks: auch die wieder hervorragend demonstriert durch Horst Beer selbst und die Demonstrationspaare.

Am Sonntag referierte im überfachlichen Bereich Lehrwart Ingo Körber selbst über „WR-Fehler“; hier wurde über alle denkbaren Bereiche gesprochen, in denen Wertungsrichtern Fehler unterlaufen oder unterstellt werden können. Sowohl rein technische Fehler wie falsche Kreuzzahlen und fehlende Unterschriften, als auch Verhaltensweisen am Turnier, die zu Problemen führen können (Startlisten lesen usw.) kamen zur Sprache. Kernpunkt der Wertungsrichteraufgabe ist natürlich das Werten selbst, dessen Ergebnis immer wieder zu heißen Diskussionen führt. Verschiedene Einflüsse und Erwartungen, denen sich Wertungsrichter bewusst und unbewusst stellen müssen, wurden besprochen – auch an verschiedenen konkreten Beispielen selbst, wobei auch das Turnier des Vorabends noch zur Sprache gekommen ist.

Vor der Mittagspause gab es dann noch viel Bewegung für die Teilnehmer des Discofox-Workshops. Andreas Krug und Martina Mroczek, die am Vorabend während des Gala-Balls noch mit ihren Einlagen begeisterten, vermittelten den Teilnehmern ihr Wissen über die Grundelemente und die „etwas andere Standfestigkeit“ des Discofox-Tanzens.

Den Nachmittag begann und beschloss Kai Dombrowski, der in seiner beliebten Art die Übungsleiter ordentlich auf Trab brachte. Ein Thema war hier die Samba. Kai referierte über die Herangehensweise an diesen Tanz, wie man sich und die anderen auf die Samba einstellt und zeigte die notwendigen Arbeitsschritte auf. Neben den fachlich sehr dezidiert aufgeführten Abläufen kam aber immer wieder zum Ausdruck, dass der Spass nie zu kurz kommen darf. Trotz oder gerade wegen des nunmehr dritten und anstrengenden Tages ließ die Aufmerksamkeit nicht nach und das nächste Alpenseminar wirft schon seine Schatten voraus. Auch die 13. Ausgabe, deren Vorbereitung mit Abschluss des 12. Seminars begonnen hat, verspricht wieder namhafte Referenten und interessante Themen.

GALA-BALL mit Einladungsturnier

Pünktlich um 20:00 Uhr eröffnete Lehrwart Ingo Körber den Ball mit ein paar Begrüßungsworten, unter anderem begrüßte er den Ehrenpräsidenten des LTVB, Hörst Krämer, der mit seiner Frau Ulla Mader-Krämer der Einladung des Verbands gefolgt war. Gleich anschließend wurde Frau Hirth für ihre langjährige Tätigkeit in der Geschäftsstelle des LTVB und nachträglich zum „runden“ Geburtstag mit einem Blumenstrauß geehrt. Nach dem folgenden Publikumstanz gab es die erste Showeinlage des Abends – Discofox mit Andreas Krug und Martina Mroczek. Direkt im Anschluss übergab Ingo Körber das Mikrofon an Rudolf Meindl, der die Leitung des mit Spannung erwarteten Einladungsturniers übernahm. Der Präsident des LTVB rief die Paare einzeln auf, die sich mit einem kurzen Quick vorstellten. Die Vorrunde wurde zur Freude des Publikums in drei Runden getanzt.

Während der Rechenpause schwang das Publikum wieder das Tanzbein. Anschließend zeigten dann Evelyn Ziegler und Thomas Veigl, Dritte der Deutschen Meisterschaften 2006 im Boogie Woogie ihre Show. Evelyn und Thomas zeigten zuerst den "langsamen" Teil des Boogie Woogie-Pflichtprogramms. Bevor Sie dann - umgezogen - den zweiten "schnellen" Teil vorführten, gab es ein kurzes Interview mit den beiden. Es kam zum Ausdruck, dass die Dame zwar alle zu tanzenden Blöcke kennt, aber im Vorhinein nicht weiß, was der Herr tanzt. Dies erfordert wohl ein hohes Maß an Flexibilität, die die beiden eindrucksvoll demonstrierten.

Ein weiteres dickes Dankeschön folgte nun durch den LTVB-Präsidenten Rudolf Meindl, der sagte, dass dies der richtige Rahmen für eine längst fällige Würdigung sei. Mit der Ehrenurkunde in Gold, der goldenen Nadel des LTVB und einem feinen Blumenstrauß ehrte er Frau Beate Fenster für Ihre langjährige Tätigkeit (über 20 Jahre) für den Tanzsport in fast allen Ämtern, die so im Verein angeboten werden. Insbesondere sei ihr unermüdlicher Einsatz für die Jugend zu erwähnen. Herzlichen Glückwunsch Frau Fenster.

Nun folgte der Höhepunkt des Abends, das Finale des Sportturniers. Jeder Tanz wurde von je zwei Paaren getanzt, nach dem dritten Paar kamen dann alle sechs Paare noch einmal für ca. eine Minute auf Fläche und abschließend nach jedem Tanz gab es dann die offene Wertung. Zwischen Finale und Siegerehrung gab es einen weiteren Höhepunkt: die Lateinshow von Massimo Sinato und Tanja Kuschill, amtierender Bayerischer Meister der Hauptgruppe S-Latein vom TSC dancepoint Königsbrunn. Die Show war dreiteilig und faszinierte das Publikum dermaßen, dass der Applaus gar nicht mehr enden wollte.

Hier das Ergebnis des Einladungsturniers:

1. Oliver Simon/Claudia Venter, TSC Metropol München

2. Christian Sachtschal/Anja Zellermayr, TSG Da Capo Grafing,

3. Sebastian Triebel/Michaela Kemnitzer, TSC im TBB 1888 Erlangen

4. Dominik Fenster/Stefanie Pavelic, TSC 71 Bad Wörishofen

5. Frank Heindl/Claudia Müller, TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg

6. Jakob Komor/Anna Drummer, TSG Bayreuth

Das Präsidium des LTVB sagt allen Beteiligten ein dickes Dankeschön und freut sich auf ein Wiedersehen vom 14. – 16. November 2008.

Programm des 12. Alpenseminars 2007




Zum Seminarflyer (pdf-Format) gelangen Sie hier.

Aktuelles Seminarprogramm - Stand: 15.06.2007 (pdf-Format)

(Änderungen im Programm und bei den Referenten bleiben vorbehalten.)


Die Anmeldung zum Alpenseminar des LTVB ist nur möglich über die Geschäftsstelle des LTVB, Georg-Brauchle-Ring 93, 80992 München, Telefon: 089-15702-441 oder Fax: 089-15702-450 oder e-Mail: Geschaeftsstelle@ltvb.de.

Bitte sorgen Sie im Vorfeld für die rechtzeitige Überweisung der Lehrgangs- oder Seminargebühren auf das Konto des LTVB bei der Postbank (BLZ 700 100 80) Kto.: 725 257 808.

Formular für Hotelreservierungen (pdf-Format) - bitte ausschließlich an die Touristik-Information Murnau faxen.